02.11.2008 - Literatur "Hölderlin antwortet Schiller"

Beginn: 19:30 Uhr
Eintritt: frei

Inge Gerlach: „Hölderlin antwortet Schiller“

Im Mittelpunkt soll nicht die sehr schwierige Beziehung zwischen beiden Dichtern stehen.
Es geht vielmehr um die dichtungs- und kulturpolitischen Konzepte der beiden. Sie reagieren auf die Krise der Kultur angesichts der von Rousseau diagnostizierten Entfremdung des Menschen von der Natur und von sich selbst.
Schiller arrangiert sich mit den Verhältnissen, Hölderlin sucht einen Weg, die Verhältnisse zu ändern. Er bemüht sich (theoretisch und in seinen Gedichten) um neue Möglichkeiten, das Bewusstsein der Menschen zu verändern. Doch er kommt nicht gegen den Mainstream der Literatur an.

Schiller als etablierter Dichter dürfte nicht einmal gemerkt haben, dass Hölderlin sich in einem erbitterten Konkurrenzkampf mit ihm befand. 

Dr. Ingeborg Gerlach, Studium der Germanistik, Geschichte und Politik. Promotion über Hölderlin. Lehrerin am Abendgymnasium Braunschweig bis 2005, jetzt Pensionärin. Verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten, u.a. Vorstandsmitglied des Friedenszentrums e.V. Braunschweig.
Publikationen u. a. über Uwe Johnson, Peter Weiß, DDR-Literatur u.a.

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